Gesundheit beginnt im Mund

Am 25. September jährte sich der Tag der Zahngesundheit zum 25. Mal. Der Aktionstag stellt die eigenverantwortliche Vorsorge und Verhütung von Zahn- und Kiefererkrankungen in den Mittelpunkt. Auch in der Zahnarztpraxis von Dr. Grischa Brauckhoff & Kollegen in Dresden-Trachau wird stetig an einer guten Mund gesund heit gearbeitet, denn gesunde Zähne stärken auch das persönliche Wohlbefinden. Bei der Behandlung von Angstpatienten hat man in der Praxis mit Hypnose gute Erfahrungen gemacht.

Es ist weit mehr als nur ein ungutes Gefühl, das sich bei vielen Patienten mit Zahnarztangst vor dem Gang in die Praxis bemerkbar macht. Es geht wohl kaum jemand gern zum Zahnarzt, doch bei Zahnarztphobikern lähmt die Angst so sehr, dass sie sich gar nicht oder nur sehr schwer behandeln lassen. Statt dessen nehmen die Patienten Schmerztabetten und leben in der Hoffnung auf Besserung. Bis zu 16 Millionen Deutsche leiden an krankhafter Angst vor dem Zahnarzt – eine enorme Patienten zahl. Dr. Grischa Brauckhoff kennt das Problem aus seinem eigenen Berufsalltag. Der 36-jährige führt seit 2011 mit kollegialer Unterstützung der Zahnärzte Alexander Schwarz und Dr. Carolin Franchi und einem zehnköpfigem Prophylaxe- und Assistenzteam seine Praxis in Dresden-Trachau. „Wir haben zunächst Voraussetzun gen dafür geschaffen, dass die Patienten mit einem guten Gefühl zu uns kommen und sich bei uns wohlfühlen können.“, erklärt Dr. Brauckhoff. Deshalb erinnert in der Praxis zunächst nichts an ihre eigentliche medizinische Funktion. Helle Farben, neutrale Gerüche, angenehme Musik und dekorative Blickfänger dominieren den Empfangsbereich und das Warte zimmer. „Da fühlt man sich gleich willkommen. Der erste Eindruck ist oft entscheidend, gerade bei Angstpatienten“, bestätigt Zahnärztin Dr. Carolin Franchi.

Fester Biss für eine feste Persönlichkeit

Das oberste Ziel der Praxis sind Erhalt und Wiederherstellung der Mundgesundheit der Patienten. Es ist schließlich längst keine Utopie mehr, gesunde Zähne bis ins hohe Alter zu haben. „Wir wollen unseren Patienten das gesamte Spektrum der modernen, ganzheitlichen Zahnmedizin unter einem Dach anbieten. Klare lösungsorientierte Kommunikation, eine enge Zusammenarbeit mit dem zahntechnischen Laboren und transparente, umfassende und individuelle abgestimmte Therapiekonzepte sind dabei unerlässlich. Stetige Weiterbildung unseres gesamten Praxisteams halten uns auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand.“, sagt Dr. Brauckhoff. „Für uns sind alle Errungenschaften und Techniken der modernen Zahnheilkunde wirksame Instrumente, um den Patienten bestmöglich zu helfen. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass die Mundgesundheit in vielerlei Hinsicht die Gesamtgesundheit beeinflusst. Ein fester Biss steht für eine feste Persönlichkeit“, erklärt der geborene Berliner. Wer über eine gute Mundgesundheit verfügt, ist meist allgemein gesünder und hat eine bessere Ausstrahlung. Viele Patienten sehen diesen Zusammenhang. Deswegen investieren die Zahnmediziner sehr viel Zeit darin, mit den Patienten über ihre Wünsche zu sprechen. Ein ausführliches Gespräch über die Behandlungsziele ist deshalb essentieller Baustein, um einen Therapieplan auszuarbeiten.

Kleine Ziele für langfristige Erfolge

Gerade bei Angstpatienten ist diese intensive Vorbereitung wichtig, denn das Aufbauen von Vertrauen spielt die entschei dende Rolle, um eine Behandlung mit Erfolg abzuschließen. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Angst gut bekämpfen kann, indem man einerseits die Vorgänge visualisiert und andererseits ganz genau erklärt“, sagt Dr. Carolin Franchi. „Die meisten Angstpatienten erfordern sehr komplexe Be hand lungen, da sie lange nicht mehr beim Zahnarzt waren. Da ist es ratsam, zunächst erst einmal kleine Ziele zu stecken. Mit ersten kleinen Erfolgserlebnissen stärkt man langfristig die Motivation.“ Und ZA Alexander Schwarz ergänzt: „Diese Schritte legt der Patient mit fest. Patient und Behandler müssen ein Team sein.“ Der geborene Eisenacher hat sich auf die Behandlung unter Hypnose spezialisiert, die in jüngster Zeit gerade bei Angstpatienten immer häufiger angewandt wird.

Mit Hypnose gegen die Angst

Für die Hypnose muss der Zahnarzt zunächst eine Atmosphäre schaffen, in der externe Reize auf akustischer oder visueller Ebene ausgeblendet werden, so dass er sich in der Zeit während der Behandlung in ein inneres Erlebnis zu rück ziehen kann, dieses die negativen Erfahrungen gewissermaßen überlagert. Die typischen Zahnarztgeräusche können zwar nicht abgestellt werden, aber man kann den Patient insofern beeinflussen, dass er sie nicht mehr als diese wahrnimmt. Mit Musik und visuellen Hilfsmitteln versetzt Zahnarzt Alexander Schwarz den Patienten in Hypnose, er ist dann in einem Trance-Zustand. Dabei bekommt der Patient die Behandlung trotzdem mit, ist aber entspannt, weil er auf ein ihm angenehmes, inneres Erlebnis konzentriert ist. Dadurch sind auch längere Behandlungen problemfrei möglich. Zudem ist das Arbeiten für den Behandler um einiges leichter, da der Patient entspannter ist. Natürlich ist auch bei der Behandlung unter Hypnose eine intensive Vor bereitung essentiell. Der Therapieerfolg unter zahnärztlicher Hypnose ist sehr groß, dennoch gibt es auch Kontraindikationen, die gegen den Einsatz einer Hypnose sprechen. Ist dies nicht der Fall erfolgt zunächst eine Probehypnose, bei der der Patient in den für ihn angenehmen Zustand versetzt wird, dabei aber nicht behandelt wird. Je häufiger der Patient den Übergang in die Hypnose vollzieht, desto selbstständiger kann er den Zustand für sich erreichen. Nach mehreren Sitzungen ist oft nicht mal mehr die Unterstützung von ZA Alexander Schwarz nötig.

Langzeiterfolg bei Hypnose

Über ihre positiven Erfahrungen mit der Behandlung unter Hypnose haben die Ärzte als Referenten zahlreiche Fachvorträge vor Kollegen und Studenten gehalten. Das Interesse ist groß, denn auch langfristig hat die Hypnose einen positiven Effekt. Und der Erfolg spricht für sich: Oft brauchen die Patienten die Hypnose nach der Hälfte der Zeit nicht mehr, da die Zahn arztangst abgebaut wurde. „Eine Alternative ist auch die Behandlung unter Vollnarkose, wobei damit nicht die Angst verringert wird“, erklärt ZA Alexander Schwarz. „Unser Ziel ist es, dass die Patienten auf lange Sicht regelmäßig und mit Freude ihre Kontroll- und Prophylaxetermine wahrnehmen“, bestätigt Dr. Brauckhoff.

Erschienen im TOP Magazin Dresden Herbst 2016